So stand der Artikel damals im Wiesbadener Kurier. Der Lesbarkeit wegen haben wir ihn abgeschrieben:
Überschrift: Mit Swing und Schwung ins neue Lebensjahrzehnt
Musik ist sein Leben und so feiert Hans Jürgen „Fritz“ Mattke aus der Kellerskopfstraße seinen 80. Geburtstag nicht nur mit seiner Familie sondern auch mit „seiner Swing Company Wiesbaden“, die er gegründet hat und seit fast 20 Jahren leitet.
Hans Jürgen Mattke wurde am 15. Juni 1932 in Treptow geboren und kam im Alter von sechs Jahren nach Berlin. Dort erlebte er als Kind die Kriegswirren, er machte sein Abitur, erlebte den Wiederaufbau und die Teilung der Stadt und als Polizist hautnah den Besuch John F. Kennediys im Juni 1963 mit. Schon früh entdeckte er die Liebe zur Musik und spielte im Schulorchester Trompete. Seine Begeisterung für den Swing wurde geweckt, als er 1950 ein Konzert zur Truppenbetreuung für die US-Streitkräfte von Les Brown, dem damaligen berühmten „Big-Band-Leader des Swing“ besuchte. „Das hat mich damals als junger Mann sehr beeindruckt und diese Musik hat mich bis heute immer begleitet“, erinnert sich Fritz Mattke an dieses einschneidende Ereignis in seinem Leben.
1971 führte ihn die Versetzung zum Wiesbadener Bundeskriminalamt nach Naurod, wo er mit seiner ersten Frau und den beiden Kindern in die Kellerskopfstraße zog. „Ich bekam sogar einmal einen Einsatz auf der Ersatzbank bei den Alten Herren des FC Naurod berichtet er schmunzelnd von seiner sportlichen Karriere, aber in der Musik war er dann doch erfolgreicher.
Nach seiner Pensionierung verwirklichte er seinen musikalischen Traum und gründete die „Swing Company Wiesbaden“ in der er mit 20 swingbegeisterten Musikern und den Gesangssolisten den Swing der 20er bis 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und den Bigbandsound wieder aufleben lässt.
Das Repertoire der Band umfasst 200 Stücke, von denen Fritz Mattke fast alle selbst arrangiert hat. Für jedes Instrument und die Vokalisten in ihrer ist dabei eine eigene Notenzeile zu schreiben. „In jedem neuen Arrangement steckt unglaublich viel Arbeit, da ich für jedes Instrument eine eigene Stimme schreibe. In diesem Jahr ist es mir endlich gelungen, das Stück „Leap frog“ von Les Brown, das mir seit 60 Jahren im Ohr schwebt, für das Orchester zu arrangieren, „freut sich Fritz Mattke. ER ist jedoch auch Organisator, leitet jeden Freitag die Orchesterprobe in der Joseph-von-Eichendorff Schule, dirigiert bei den Auftritten die Band und singt auch noch selbst. Die Swing Company tritt im weiteren Umkreis auf, auf Jazzfestivals, beim Wilhelmstraßenfest, bei kulturellen Feiern der Stadt, bei Swingmatineen oder auch bei Benefizveranstaltungen. „Für den Förderverein der Rudolf-Diez-Schule sind wir aufgetreten und gerne würden wir noch mal in Naurod spielen“ erklärt der Bandleader, „es mach einfach Spaß, die Livemusik der Swing-Ära wieder aufleben zu lassen. Das spürt auch unser Publikum und es tanzt dann gerne mit. Mit im Orchester spielt seine zweite Frau Christine Saxophon und auch Sohn Andreas hat wohl einiges von der Begeisterung für die Musik mitbekommen. Als Orchesterleiter wünscht sich der Jubilar noch engagierte neue Spieler, die in der Band mitwirken möchten.
Seine Band feierte ihren „Chef“ bei der Orchesterprobe an seinem 80. Geburtstag und nach vielen Überraschungen spielten sie zum Abschluss noch einen Hit von Abba für ihren Bandleader, das nicht nur eines seiner Lieblingslieder ist, sondern auch gut zum Anlass passte: „Thank you for the music – Danke Fritz!“








